Hosting

Verbindungen

Ein Internet Service Provider (ISP) verbindet die Endkunden mit dem Internet. Über ihre Leistungen werden die IP-Pakete hin- und hergeschickt, auf denen das Web basiert. Diese gebührenpflichtigen Dienste setzen sich zusammen aus dem Herstellen und Bereitstellen der Internetverbindung, sowie der Instandhaltung des Services, der Beratung und oft auch des Hostings. Dazu benötigt es einen Server (Rechner), der stets online ist und den Internetnutzenden die Webseiteninhalte zur Verfügung stellt. Ferner kann der ISP Speicherplatz (Webspace), Übertragungsvolumen (Traffic) und einen FTP (File Transfer Protocol) zu Verfügung stellen, um die Daten hochzuladen. Oft übernimmt dies auch ein darauf spezialisierter Anbieter wie ein Webhoster.

WLAN / Wi-Fi
Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Verbindung mit dem Internet herzustellen. Eine der in der Zwischenzeit Populärsten ist die des 'Wireless'-Providers (WLAN: drahtlos/kabellos), bei dem mit Hilfe von Funktechnik eine Verbindung ohne Netzwerkkabel erstellt wird. Oft wird WLAN auch Wi-Fi (Wireless Fidelity) genannt. Streng genommen sind WLAN und Wi-Fi jedoch nicht das Gleiche, WLAN bezeichnet das Funknetzwerk, Wi-Fi hingegen die Zertifizierung durch die WiFi-Alliance anhand der IEEE-Standards (Kommunikationsnorm für Netzwerke) für WLAN. Alle Wi-Fi-zertifizierten Produkte sind somit WLAN-Standard-konform, sodass sie in der Regel als Synonyme gebraucht werden.

Netzwerkkabel LAN/WAN (Local Area Network / Wide Area Network)
Bei einer anderen Möglichkeit wird die Verbindung mit einem Netzwerkkabel zwischen dem ISP und den Nutzenden hergestellt. Hierbei wählen sich die Anwendenden mit den Verbindungsdaten am Computer ein. Der lokale Computer wird anhand des Vermittlungsrechner (Router) an den Provider angeschlossen und transportiert mittels der IP-Adressen von einem Netzwerk zum Anderen.
Üblicherweise befindet sich im lokalen Netzwerk auf dem Computer eine Firewall. Das Firewall-Programm beschränkt und verwaltet Zugriffe aus Sicherheitsgründen. Der Proxy-Server (Stellvertretende Server) verwaltet die Anfragen aus dem Netzwerk (LAN/WAN). Wenn die Anfrage erfolgreich war, wird die Webseite an den Computer weitergeleitet und auf dem Proxy-Server zwischengespeichert.

WAN (Wide Area Network)
Das WAN ist ein Netzwerk, dass sich über einen grossen geographischen Bereich erstreckt und ein eine sehr grosse Anzahl von Rechnern umfasst, die über ein Kommunikationsteilnetz bzw. Subnetz angeschlossen sind. Anhand zweier Komponenten, Übertragungsleitungen und Vermittlungselemente, werden untereinander Daten ausgetauscht. Die Übertragungsleitungen (Trunks) sind nur dazu da, die rohen Bits von einem Rechner zum Anderen zu befördern. Die Vermittlungselementen (Router) übertragen die Datenpakete zwischen den einzelnen Subnetzen ordnungsgemäss.

LAN (Local Area Network)
Die Lokale Netzwerke (LAN's) sind bezüglich der Reichweite und Ausbreitung sehr begrenzt. Es handelt sich meist um Firmennetze innerhalb von Gebäuden oder auch in mehreren Gebäuden, dann aber mit nicht mehr Abstand voneinander als ein paar Kilometer. Hinsichtlich der Übertragung der Daten findet man bei den LANs meistens ein Broadcast-Netz vor, das zur Übertragung lediglich einen einzigen Datenkanal bzw. einen Kabelstrang hat, an dem alle Rechner hängen. Über LAN werden Daten/Informationen ausgetauscht oder gemeinsame Ressourcen wie z.B. Netzwerkdrucker genutzt.

Telefonmodem
Zu Beginn des WWW in den 90er Jahren war es sehr verbreitet, sich über die Telefonleitung anhand eines Modems einzuwählen. Die ist jedoch zugunsten der neueren Technologien nicht mehr sehr gebräuchlich.


Hosting

Beim Hosting geht es darum, Webseiten im Internet öffentlich zur Verfügung zu stellen, sodass diese jederzeit von jedem Nutzenden abgerufen und ausgetauscht werden können. Die Webhoster bieten nebst dem Hosting (Austausch von Daten) zusätzliche Produkte an:
- Webspeicher (Speicherplatz für Webseiten)
- E-Mail-Adressen (Verwalten von E-Mails)
- Datenbanken (für Content Management Systeme)
- Domain Name Verwaltungen (Internetadressen)

Es gibt auch gratis Webspeicherplatz (Webspace). Allerdings ist der selbst gewählte Webseitenname nur mit Webhosteranhang möglich (z.B. www.meinname/cwcity.de) und oft werden die Webseiten nach einer gewissen Zeit mit Werbebanner bestückt, welche nur gegen Entgelt abschaltet werden können.

Server
Die Webhoster sind im Besitz von Servern. Ein Server (deutsch: Diener) ist in der Informatik ein Dienstleister, der in einem Computersystem Daten oder Ressourcen zur Verfügung stellt. Das Computersystem kann dabei aus einem einzelnen Computer oder einem Netzwerk mehrerer Computer bestehen.

Zwei Bedeutungen werden unterschieden:
Server-Programm - Ein Computerprogramm, das einen Dienst (z. B. Netzwerkprotokoll) implementiert.
Server-Computer - Der Computer auf dem ein oder mehrere Server-Programme laufen. Die korrekte Bezeichnung für diesen physischen Rechner ist Host.

FTP - file transfer protocol
Die Daten von den Kundschaft zu Webhoster bzw. Rechner/Server werden über FTP (file transfer protocol) übertragen. FTP (Datenübertragungsverfahren) ist ein Internet-Dienst, der speziell dazu dient, sich auf einem Server-Rechner im Internet einzuloggen und von dort Dateien auf den eigenen Rechner zu übertragen (Download) oder eigene Dateien an den Server-Rechner zu übertragen (Upload). Ferner bietet das FTP-Protokoll Befehle an, um auf dem entfernten Rechner Operationen durchzuführen, Verzeichnisinhalte anzuzeigen, Verzeichnisse zu wechseln, Verzeichnisse anzulegen oder Dateien zu löschen. Meist ist FTP im Webhosting inbegriffen, ansonsten gibt es diverse open source Programme.

Verbindungsarten
Zum Senden und Empfangen von Dateien sowie zur Übertragung von Verzeichnislisten wird pro Vorgang jeweils eine separate TCP-Verbindung verwendet. FTP kennt für den Aufbau solcher Verbindungen, aktiv und passiver Modus. Die FTP-Clients senden in beiden FTP-Modus, ob Aktivmodus oder Passivmodus, zuerst mal eine Verbindung zu dem Server über den TCP-Port 21, der als Standard Port für die FTP-Server eingesetzt wird.

Aktives FTP
Der Aktivmodus, auch bekannt als Standardmodus oder "Client-Managed". Im Aktivmodus FTP-Client empfängt der Client die Daten auf einem TCP-Port, den er an den FTP-Server mit dem "PORT" Befehl sendet. Der Client wird somit zum Server. Der Nachteil im Aktivmodus ist, falls am Client-PC eine Firewall (Sicherungsnetzwerk eines Computers) installiert ist, kann es wegen der Portsperre nicht eingesetzt werden.

Passives FTP
Der Passivmodus, bekannt auch als "PASV" oder "Server-Managed". Wenn der Client einen PASV-Befehl über den Befehlskanal (TCP-Port 21) sendet, öffnet der FTP-Server einen weiteren Port, der zwischen 1024 und 5000 liegt und übermittelt diesen an den FTP-Client. Somit findet die Datenübertragungen an diesem Port statt. Der Bereich kann aber definiert werden, um nicht zu viele Port an der Firewall freigeben zu müssen. Was auch zur Sicherheit beiträgt, da nicht so viele Ports freigegeben werden müssen.

Sicherheit TSL
Um Verschlüsselung und Authentifizierung zu nutzen, kann Transport Layer Security eingesetzt werden (FTP über SSL, kurz FTPS). Nach der Authentifizierung des Hosts und der Verschlüsselung durch TLS kann FTP die Authentifizierung des Client mittels Benutzername und Kennwort durchführen, wenn der Client sich nicht bereits mit einem Zertifikat über TLS authentifiziert hat.


Datenbank

Für die effiziente Webdaten-Bewirtschaftung setzt man immer häufiger Datenbanken ein. Anwendende nutzen für die Anzeige sowie Verwaltung der Daten eine Anwendung im Internet-Browser (z.B. CMS) und füllen die Daten in die Datenbank ein, beziehungsweise fragen damit die Datenbank ab. Web-Datenbanken ermöglichen es den Nutzenden, nur mithilfe eines Browsers die Datenbank-Informationen zu finden, anzusehen oder zu ändern. Ein weiterer Vorteil von Web-Datenbanken ist, dass andere keine spezielle Software benötigen, um sie zu nutzen. Einer der populärsten open source Anbieter ist mySQL.


Tipps

Auf folgendes kann bei der Wahl von Webhoster geachtet werden:
- Wie viel kostet der Dienst?
- Bietet der Webhoster einen Support an?
- Wie viele Domänen können registriert werden (wenn man mehr als eine Webseite erstellen möchte)
- Wie viele Mail-Konten können eröffnet werden? (bei mehreren Webseiten)
- Wie viel Webspeicherplatz wird angeboten (Videos brauchen beispielsweise mehr Speicherplatz)
- Wie viel Traffic (Datenverkehr) wird angeboten?
- Werden Datenbanken unterstützt? (notwendig für CMS, z.B. mySLQ)
- Wird PHP (Serverskriptsprache) unterstützt? (wird ebenfalls für viele CMS gebraucht)
- Wo befinden sich die Server? (Schweiz/Europa sicherer, da andere Datenschutzgesetze z.B. in den USA)
- Bietet der Webhoster Sicherungskopien an?
- Wird ein Sitebuilder angeboten? (Editor um Webseiten zu designen)
- Hat der Sitebuilder responsive Webdesign? (Design auch für Mobile und Tablet)

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