Domain

Das "Domain Name System", das den Namensraum im Internet verwaltet, wurde in den 80er Jahren weltweit eingeführt. Es funktioniert ähnlich wie ein Telefonbuch und sorgt dafür, dass jeder Server oder Dienst innerhalb eines Netzwerkes richtig angesprochen werden kann: indem Gerätenamen den korrekten IP-Adressen und diese wiederum der richtigen Domain zugeordnet werden.

Domain
Ans Internet angeschlossene Computer kommunizieren untereinander mittels numerischer IP-Adressen, die jeden Rechner eindeutig identifizieren. Das Domain Name System DNS ermöglicht die Benutzung von Domains anstelle der IP-Adressen. Domain oder eine Domäne bezeichnet demnach die Adresse einer Webseite (www.webbasics.ch) und ist ein Teilbereich des Domain Name Systems. Der Domain Name kann frei gewählt werden und wird weltweit jeweils nur einmal vergeben. Hinzu kommt Domain-Anhang, Top-Level-Domain genannt.

Hierarchischer Aufbau des DNS
Das DNS besitzt einen hierarchischen Aufbau, um DNS-Anfragen nicht alle zentral verwalten und verarbeiten zu müssen, sondern die DNS-Information verteilt und redundant bereitstellen zu können. Jede Hierarchieebene verwaltet hierbei einen bestimmten Teil im Namensraum, der Zone genannt wird. Verwaltet wird eine Zone von mindestens zwei Nameserver, dem primären und dem/den sekundären Nameserver, welche von Administratoren verwaltet werden.

Name Server
Damit der Domain-Name für eine Website, E-Mail oder andere Dienste benutzt werden kann, braucht es dafür eingerichtete Name-Server. Ebenso müssen Webserver und Mailserver eingerichtet werden. Diese Dienstleistungen werden in der Regel von einem Hosting-Provider gegen Entgelt erbracht. Datenübertragungen erfolgen im Internet grundsätzlich zwischen IP-Adressen, sie bilden die eigentlichen Adressinstanzen des IP-Protokolls. Zahlen sind jedoch für Menschen schwieriger zu behalten, als sinnvoll zusammengesetzte Buchstaben, deshalb wurde das Namenskonzept für das Internet ausgedacht hat, das auf dem bestehenden IP-Protokoll aufbaut.


IP-Adresse

Eine IP-Adresse ist eine Adresse in Computernetzen, die auf dem Internetprotokoll (IP) basiert. Sie wird Geräten zugewiesen, die an das Netz angebunden sind, und macht die Geräte so adressierbar und damit erreichbar. Die IP-Adresse kann einen einzelnen Empfänger oder eine Gruppe von Empfängern bezeichnen (Multicast, Broadcast). Umgekehrt können einem Computer mehrere IP-Adressen zugeordnet sein. Die IP-Adresse wird verwendet, um Daten von ihrem Absender zum vorgesehenen Empfänger transportieren zu können. Ähnlich der Postanschrift auf einem Briefumschlag werden Datenpakete mit einer IP-Adresse versehen, die den Empfänger eindeutig identifiziert. Aufgrund dieser Adresse können die „Poststellen“, die Router, entscheiden, in welche Richtung das Paket weiter transportiert werden soll. Im Gegensatz zu Postadressen sind IP-Adressen nicht an einen bestimmten Ort gebunden.

Top-Level-Domain TLD
Die Top-Level-Domain (engl. Bereich der obersten Ebene) bezeichnet dabei den Domänen-Anhang (www.webbasics.ch) und stellt die höchste Ebene der Namensauflösung dar. Die Domäne mit Anhang wird referenziert und einer IP zugeordnet.

ICANN - "The Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" ist das oberste und regulierende Gremium für die Vergabe von und den Umgang mit Internet-Domains. Es gibt generische Top-Level-Domains (.com, .org, .net, .biz, .info) und es gibt länderspezifische Top-Level-Domains (.ch, .de, .eu). Für jede dieser Top-Level-Domains sind im Internet eigene Nameserver zuständig, die Informationen über die Domains enthalten, die unter der jeweiligen Top-Level-Domain registriert sind. Verwaltet werden diese Nameserver von Registrierungsstellen.

Schweizer Top-Level-Domain (.ch)
Schweizer Top-Level-Domains wurden bis Ende 2014 von SWITCH (Swiss Tele Communication System for Higher Education) registriert und verwaltet. Seit 2015 wird dieses Geschäft von den Vertragspartner/Registrare von SWITCH ausgeführt (Webhoster).
Die meisten Domains können gekauft werden, sofern sie noch frei sind. Einige Domains können nicht direkt registriert werden. Im Unterschied zu Domain-Namen mit der Endung .ch, die nach dem Prioritätsprinzip "first come, first served" zugeteilt werden, muss ein Registrationsgesuch beim BAKOM (Bundesamt für Kommunikation) eingereicht werden, um zu überprüfen lassen, ob das Gesuch den folgenden geforderten Kriterien entspricht (z.B. .swiss).

Domain Verifizierung ICANN
Seit 2015 ist eine neue Regelung der ICANN in Kraft. Bei einer Domainbestellung muss man noch zusätzlich die Mail-Adresse verifizieren lassen. Ohne Verifizierung wird die Domain deaktiviert. Nach der Bestellung erhält man eine Verifizierungsemail. Die Bestätigung muss über den Link im Mail innerhalb von 15 Tagen erfolgen. Werden die Halterkontaktdaten im vorgegebenen Zeitfenster nicht verifiziert, hat dies die Deaktivierung der betroffenen Domain/s zur Folge. Die Domain/s ist/sind dann zwar noch registriert, aber nicht mehr nutzbar (Hold-Status).

Bereits registrierte Domains müssen im Nachhinein nicht verifiziert werden. Wird jedoch die Mailadresse des Halters geändert, wird die Verifizierung verlangt. Ebenfalls muss die Verifizierung bei einem Transfer einer Domain erfolgen. Achtung: Pro Halter ist nur eine Verifizierung nötig, auch wenn mehrere Domains zu verschiedenen Zeitpunkten bestellt werden. Dies hat jedoch zur Folge, dass alle Domains des Halters deaktiviert werden, sofern eine Verifizierung nicht fristgerecht und korrekt erfolgt.

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